Island, Färöer Inseln 30.06.-30.07.2022

30.06.-30.07.2022

Eine vierwöchige VW Bus Tour in den hohen Norden über Dänemark, Färöer Inseln nach Island.

Zur Vorbereitung dieser Reise benutzten wir den Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Island“ (Womo-Reihe, Band 43), der uns auf diese Reise perfekt vorbereitet hat. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen hielten wir uns an die darin beschriebene Route.

Wir starteten am Donnerstag den 30.6.22 um 7:10 in Bad Tölz mit einem vollgepackten VW Bus Richtung Norden. Nach einem kurzen Stau auf der Münchner Ostumgehung, ging es ohne weitere Verzögerungen Richtung Norden. Selbst Hamburg war dieses Jahr kein Problem, so dass wir am späten Nachmittag bereits in Karlsminde an der Ostsee unseren ersten Campingplatz ansteuern konnten. Leider war das dortige Restaurant bereits ausgebucht, so dass wir nach einem erfrischenden Bad in der Ostsee mit dem dortigen Imbiss Vorlieb nehmen mussten.

Am nächsten Tag (1.7.) stand eine Stadtbesichtigung im dänischen Aalborg auf dem Programm. Bevor es zu regnen anfing, konnten wir durch diese kleine dänische Stadt spazieren. Anschließend ging es ohne Verkehr problemlos weiter nach Lønstrup. Dort machten wir einen Spaziergang zu den Dünen und schlenderten durch den überschaubaren Ort. Zum Abendesse gab es im gut ausgestatteten Campingplatz (Egelunds Camping) Spaghetti mit Flusskrebsen und dänisches Bier (Royal Pilsner).

Heute (2.7.) sollte es am Nachmittag mit der Fähre weiter auf die Färöer Inseln gehen. Nachdem noch viel Zeit war, besuchten wir die nahegelegene Mårup Kirche an der Steilküste und fuhren noch nach Skagen. In dieser ganz im Norden Dänemarks gelegenen Ortschaft war richtig was los. Partystimmung und Live-Musik machten diesen Abstecher zu einem gelungenen Zeitvertreib. Anschließend ging es weiter nach Hirtshals, dem Startpunkt unserer Smyril Line Fähre nach Island. Problemloses einchecken und beziehen der Kabine folgten. Das Abendessen und Frühstück hatten wir im Internet bereits vor gebucht, was bei den hohen Preisen an Bord sicher sehr sinnvoll war.

Am Sonntag den 4.7. erreichten wir nach 18-stündiger Schifffahrt den Zielhafen Torshavn auf den Färöer Inseln. Hier sollte ein dreitägiger Stopp erfolgen, bevor es weiter nach Island ging. Mit Glück ergatterten wir einen der letzten Stellplätze auf dem dortigen Campingplatz. Vorbuchen wäre hier sicher schlauer gewesen, da man sehr spät abends erst ankommt und dies der nächste und daher für alle Womo-Fahrer der einfachste Platz ist.

Die nächsten Tage erkundeten wir mit unserem Bus die Inseln. Diese sind zum Teil mit Tunneln (kostenpflichtig, online anmelden) oder Brücken miteinander verbunden. Leider hatten wir nicht soviel Glück mit dem Wetter, oft war der Blick auf die dortigen Berge durch die Wolken versperrt und kalter starker Wind mit Nieselregen machte das aussteigen aus dem warmen Bus nicht zu einem Vergnügen. Trotzdem waren wir von der dortigen Landschaft beeindruckt. Zum Übernachten fanden wir kleine, oft spartanisch ausgestattete Campingplätze zum Übernachten, freies Camping ist leider verboten. Wenige Momente ohne Regen nutzten wir zu kleinen Wanderungen in dieser sehr kargen Landschaft. Abschließend besichtigten wir noch die sehr überschaubare Inselhauptstadt Torshaven, bevor es am Mittwoch (6.7.) mit der Fähre weiter nach Island ging.

Nach einer relativ ruhigen Nacht auf See erreichten wir am nächsten Tag (7.7.) Seyðisfjörður in Island bei Sonnenschein. Island wollte sich gleich von seiner besten Seite zeigen. Unser erstes Zwischenziel war Hafnarholmi, um die niedlichen Papageientaucher aus nächster Nähe zu betrachten. Au der Fahrt dorthin konnten wir die isländischen Schotterpisten gleich mal ausprobieren. Dies war aber für unseren nur mit 2WD ausgestatteten VW-Bus kein Problem. Nur die im Landesinneren gelegenen F-Straßen (nur 4 WD-Geländewägen) sollten uns auf dieser Reise verwehrt bleiben. Nach 284 km erreichten wir unseren ersten Campingplatz in Vopnafjordur. Auch in Island ist das freie Stehen über Nacht leider verboten, viele Orte bieten aber oft am Ortsrand gelegene, meist sehr spartanische Plätze zu überteuerten Preisen an.

Am 8.7. ging es dann bei 7°C, Nieselregen und tiefstehenden Wolken weiter. Unser Ziel war es gegen den Uhrzeigersinn die Insel einmal zu umrunden. Viele kleine, oft weit von einander entfernte Ortschaften lagen auf dem Weg. Meist nur wenige Höfe mit einer Tankstelle und einem kleinen Supermarkt sind bezeichnend für diese Orte. Ganz im Norden besichtigten wir den Arctic Henge, ein extra für Touristen aufgebauter Steinkreis, der sehr nahe am nördlichen Polarkreis liegt. Nach Kopasker ging es nach Botnstjörn, einem kleinen Tal mit Wald (Bäume in Island, eine Seltenheit) und traumhaftem See umrundet von Felsen. Nach einer kleinen Wanderung folgten wir einer Schotterstraße zu mehreren Wasserfällen. Der beeindruckendste war der Dettifoss. Gewaltige Wassermassen stürzten hier in die Tiefe und verursachten einen gewaltigen Lärm. Das Ziel des heutigen Tages war Reykjahlid am Mückensee gelegen.

Am 9.7. starteten wir gleich früh morgens zum Viti crater lake. Anschließend ging es weiter zum Namafjall Hverir, einem Hochtemperaturgebiet. Überall rauchte und fauchte es aus der Erde, der Geruch von Schwefel lag in der Luft. Hier machten wir eine kleine Wanderung auf unseren ersten Gipfel in Island, den 455 m hohen Namafjall. Von hier oben hatten wir einen guten Überblich über die Gegend. Das nächste Ziel war Grjotagja. Ein kleiner Tümpel in einer Felsspalte, die Wassertemperatur betrug 42 bis 46 Grad, früher ein beliebter Badetreff, heute wegen Einsturzgefahr gesperrt. Nun sollte eine kleine Wanderung auf den Krater des Hverfjall folgen. Ein beeindruckender Ausblick von oben. Als nächstes Ziel lag Dimmuborgir auf der Strecke. Hier waren interessante Gesteinsformationen in einem alten Lavafeld zu betrachten. Da es hier aber touristisch ziemlich überlaufen war, fuhren wir nach Höfdi weiter. Ein kleiner Spaziergang durch Bäume, direkt am Mückensee gelegen. Man fühlte sich wie in einem Elfengarten; die Isländer haben viele Sagen über Elfen. In Skútustaðagígar gönnten wir uns eine Kugel selbstgemachtes isländisches Eis zu astronomischen Preisen. Diesen Tipp hatten wir von einer Arbeitskollegin erhalten, die hier ihre Au-pair-Zeit verbrachte. Das nächste Highlight dass auf dem Weg lag, war der Goðafoss Wasserfall. Hier stürzten gleich zwei Wasserfälle direkt nebeneinander in die Tiefe. Unser abendliches Ziel war der Campingplatz in Husayik. Morgen wollten wir Whale Watching uns zum Hochzeitstag gönnen. Zum Abendessen gab es Burger aus der Fertigpackung, was mit einer großen Leihpfanne kein Problem. War echt lecker!

10.07.22: bei traumhaftem Wetter und null Wind durften wir gleich mit dem ersten Boot rausfahren. Kurz nach der Hafenausfahrt hatten wir das riesige Glück unseren ersten Buckelwal zu sehen. Ein eher kleineres Tier, wohl noch etwas schlafend, ließ sich an der Wasseroberfläche treiben. Ab und zu tauchte er und zeigte und seine Finne. Ein gigantischer Eindruck. Wir verbrachten ca. 1 Stunde in seiner Nähe und konnten ihm dabei sogar in die Augen sehen. Anschließend statten wir noch einer riesigen Defingruppe einen Besuch ab. Ein gelungener Ausflug. Über Akurevi und Hauganes ging es nach Siglufjordur, unserem heutigen Etappenziel. Zum Hochzeitstag leisteten wir uns noch ein Abendessen im dortigen Restaurant Torgid. Isländische Preise sind schon fast unverschämt, die Qualität der Speisen war jedoch vorzüglich. Ein gelungener Tagesabschluß.

Fortsetzung folgt

Erste Eindrücke könnt ihr aber schon über unten stehenden Link anschauen.

Polarsteps-Link: Island, Färöer Inseln 2022

Motorrad Tour Istrien 01.06.-06.06.2022

01.06. – 06.06.2022

Im Juni bin ich eine knappe Woche mit meinem Motorrad-Spezi Tom über Landstraßen nach Istrien gefahren. Vor Ort haben wir dann 2 wunderschöne Touren auf der Halbinsel Istrien gemacht, bevor es wieder über die Landstraßen zurück nach Hause gegangen ist.

Da ich meine Reisedokumentation mittlerweile mit der Handy App Polarsteps durchführe, kann der Reisebericht unter folgendem Link betrachtet werden: Istrien Motorradtour 2022

Italien, VW Bus Reise 06.09.-02.10.2020

September 2020 mit dem VW Bus
Im Coronajahr 2020 war es gar nicht so einfach eine Reise zu planen. Vier Reiseziele waren nicht möglich, so dass wir uns kurzfristig für Italien entschieden. Nachdem Irland, Nordspanien und Frankreich leider nicht möglich waren, haben wir uns kurzfristig für eine 4 wöchige Fahrt in den Süden entschieden. Alles war sehr spontan, ein lonely planet Reiseführer über Italien haben wir erst eine Woche vor Reisebeginn erhalten. Aufgrund der Coronasituation war es aber zum Glück nicht nötig etwas vorzubuchen, da nur wenig Reisende unterwegs waren. Dies zeigte sich in fast ausgestorbenen Städten die wir ohne große Menschenansammlungen besuchen konnten.

Italien 2020: VW Bus Tour 06.09.-02.10.2020

Sonntag 06.09.2020 (628 km)
Abfahrt 7:00, Achensee, Wiesing (Tankstopp und Brotzeit), Brenner, bei Trent erster kurzer Stau, Verona, Modena, Bologna, Rimini, Camping Adria (Riccione, einfacher sauberer Campingplatz, keine 5 Minuten ans Meer), baden, typisch Adriaküste (nur vermietete Liegestühle, nur kleine Strandabschnitte frei, Teutonen und Italiener-Grill wie in der Sardinendose), für eine Nacht OK, Pizza essen (Porky´s Cucina)

Montag 07.09.2020 (514 km)
San Marino (Borgo Maggiore) Sightseeing (alte Festung am Berg), Gargano, Camping Bellariva Villaggio Peschici, Baden, Fischlokal (La Taverna di Peschici, gute Qualität hat halt seinen Preis)

Dienstag 08.09.2020 (49 km)
Gargano, Camping Baia e Cala, Strandtag

Mittwoch 09.09.2020 (424 km)
Fahrt an der Gargano Küste, schönster Abschnitt bei Mattinata, Santa Cesarea Terme, Bari, Camping S. Maria di Leuca (Gagliano Del Capo, mit Pool)

Donnerstag 10.09.2020 (115 km)
San Maria di Leuca (Basilika, Hafen), Lecce Sightseeing, Camping La Vecchia Torre

Freitag 11.09.2020 (323 km)
Decathlon Shoppen, Brindisi, Matera (sagenhafte Altstadt im Felsen), Camping le due Barco (direkt am Meer)

Samstag 12.09.2020 (271 km)
Corigliano Calabro (Castello), Parco Nationale Della Sila, Camigliatello Silano (Skiort), Lorica, Lago Avro (Mittagspause), San Giovanni in Fiore, Camping Alfieri bei Crotone (Erste Reihe mit Traumblick, Sonnenaufgang)

Sonntag 13.09.2020
mit dem Rad zum Capo Colonna, Strandtag

Montag 14.09.2020 (263 km)
Überfahrt, Villa San Giovanni (Fähre nach Sizilien), Messina, Camping La Focetta Sicula, Abendessen (Sant Alessio Sicula)

Dienstag 15.09.2020 (58 km)
Taormina (Antiktheater), Gole Alcantara (Schlucht), Camping Mokambo Mascali (am Fuße des Ätna)

Mittwoch 16.09.2020 (65 km)
Leider Regen, morgige Ätna Tour auf Freitag verschoben, Catania (engste Straßen, kein Parkplatz, daraufhin haben wir auf eine Stadtbesichtigung verzichtet), Camping Mons Gibel (Regen, kleiner sehr gut ausgestatteter Campingplatz und günstig, am Fuße des Ätna)

Donnerstag 17.09.2020 (182 km)
Syrakus (Stadtbesichtigung), Baden am Lido le Nereidi, Camping Mons Gibel

Freitag 18.09.2020 (41 km)
Guided Tour Ätna (go-etna.com, 120.-€/Person), gutes Wetter, aktiver Vulkan, Camping Mons Gibel

Samstag 19.09.2020 (197 km)
Barockstädte: Noto, Modica, Ragusa, Marina di Ragusa, Camping Baia del Sole

Sonntag 20.09.2020 (172 km)
Tal der Tempel (Province of Agrigento), Scala dei Turchi (eindrucksvolle Felsen am Meer), Camping Eraclea Minoa, Ristorante Garibaldi